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Buchkritiken zu "Mrs. Fox will wieder heim"

Veröffentlichungen unter anderem in: Abendzeitung, Berliner Morgenpost, Bild der Frau, Bild, Bild und Funk, Bunter, BZ, Die Aktuelle, Die Welt, Frau im Spiegel, Funkuhr, Für Sie, Glückspost, Hamburger Abendblatt, Hamburger Morgenpost, Hörzu, TV Hören und Sehen, TZ München, Süddeutsche Zeitung, Stern, Stern Magazin, Sternbild, Tempo, etc.

Eine Auswahl:

Bunte Nr. 49 vom 25.11.2005

Vorwärts und zurück ins Leben

Sabrina Fox erzählt die Geschichte ihrer Suche nach Erleuchtung. Und wie sie nach ihrer Scheidung wieder eine neue große Liebe fand.

Es gab Zeiten in denen Sabrina Fox, 46, jeden Obdachlosen, den sie sah, umarmt. Oder sie sammelte beim Spazierengehen Müll auf und entsorgte ihn. Mehr als ein Jahr blieb sie jeden Mittwoch vollkommen stumm. Sie schlief allein im Wald, hörte nur noch Meditationsmusik und verzichtete auf ihre Lieblingsgenüsse: Leberkäsesemmel, Kaiserschmarrn, Rotwein, Zigaretten und Spezi. Sabrina Fox, Fernsehmoderatorin und Buchautorin, geboren in München, wohnhaft in Los Angeles, USA und Ehefrau des mächtigen Filmmanagers Richard Fox, war auf der Suche nach Erleuchtung, nach Gott und dem Sinn des Lebens.

„Als ich vor zehn Jahren anfing – zuerst ja ganz heimlich, dann immer massiver -, meinen spirituellen Weg zu gehen, haben meine Familie und meine Freunde das schon mit Verwunderung zur Kenntnis genommen“, erzählt sie BUNTE. „Meine Freundin Ursula Karven erzählt gerne, wie sie sich hinter meinem Rücken über meine Macken amüsiert hat.“

Die Zeiten sind vorbei. Sabrina Fox ist wieder normal geworden. Das beschreibt sie sehr amüsant in ihrem neuen Buch „Erleuchtung, Sex & Coca Cola“. Sie zögert, sagt: „Normal bin ich, glaube ich, nicht. Ich befürchte, das werde ich auch nie sein. Ich möchte auch nicht den Eindruck erwecken, dass ich mich über mein spirituelles Leben, das ich sehr intensiv gelebt habe, lustig mache. Im Gegenteil: Ich bete und meditiere jeden Tag. Aber ich nehme es heute leichter. Vor allem nehme ich mehr Rücksicht auf meine Umgebung. Alleine die Aktion mit den Obdachlosen! Erst später kam mir der Gedanke, dass sie vielleicht gar nicht von mir umarmt werden wollten.“ Sie lacht, laut und ansteckend.

Beim BUNTE-Interview im Münchner Restaurant „Ritzi“ bestellt Sabrina Fox ein großes Spezi, essen will sie nicht: „Ich bin nachher bei meiner Mutter zum Sauberbraten eingeladen.“ Sie trägt Jeans, weiße Bluse, Chanel-Blazer, Stiefel, rosa Lippenstift, lange bunte Ohrringe und erklärt auf Nachfrage ihr Outfit. „Blusen hätte ich früher nie angezogen. Auch Sport ging mir immer auf die Nerven. Heute ist das anders. Da sitze ich morgens auf meinem Hometrainer und höre dabei laute Musik. Früher vollkommen undenkbar, heute liebe ich Hip-Hop.“

Und noch etwas hat sich im Leben der quirligen Frau verändert: Nach 16 Jahren ließ sie sich Ende 2003 von ihrem Mann Richard Fox scheiden. Seit ein paar Monaten ist sie mit ihrer Jugendliebe Goso Graf von Kageneck, 51, einem smarten Werber aus Frankfurt/M., liiert. Sabrina Fox: „Im Moment sind alle wichtigen Aspekte in meinem Leben erfüllt und ich bin sehr glücklich. Das ist ein großes, herrliches Gefühl für das ich sehr dankbar bin.“

Wann haben Sie gemerkt, dass Erleuchtung doch nicht der Sinn Ihres Lebens ist?
Als eine Frau zu mir sagte: „Es muss ein wunderbares Gefühl sein, wenn man so vielen Menschen helfen kann.“ Leider spürte ich dieses wunderbare Gefühl gar nicht. Im Gegenteil. Dadurch, dass ich jahrelang versucht habe, meine Emotionen und Wünsche zurückzunehmen, und mich nur noch um die Bedürfnisse anderer gekümmert habe, um so Erleuchtung zu finden, war ich einfach nur erschöpft, kaputt, müde und fertig. Ich hatte mir das Leben wegtrainiert, denn ich habe ja auf fast alle Genüsse verzichtet.

Verzicht funktioniert aber nur begrenzt ... 
Sie haben Recht. Ich habe nun mal einen bayerischen Körper, der über Generationen hinweg bestimmte Sachen gewöhnt ist. Das wurde mir bewusst, als ich immer schwächer wurde. Ich bekam wieder Lust auf Fleisch und andere Leckereien und schielte im Restaurant auf fremde Teller. Auch Rotwein schmeckt mir heute wieder.

Ihr Ex-Mann muss Sie sehr geliebt haben, dass er es so lange mit Ihnen und Ihrer Suche nach dem Sinn des Lebens ausgehalten hat.
(Lacht.) Wir lieben uns heute noch und sind eng befreundet. Wir sind bessere Freunde geworden, als wir Ehepartner waren.

Ist Ihre Ehe an Ihren spirituellen Macken zerbrochen?
Nein, ganz sicher nicht. Mein Ex-Mann ist vollkommen anders als ich – Sprache, Vergangenheit, Kulturkreis. Das fand ich faszinierend. Wir lernten uns kennen, haben sehr schnell geheiratet und erst dann gemerkt, wie unterschiedlich wir sind. Wir haben uns 16 Jahre bemüht, eine Innigkeit hinzubekommen, die meiner Meinung nach das Ziel einer Ehe ist. Wir haben alles versucht, auch Therapien, aber es leider nicht hinbekommen.

Leidet ihre Tochter Julia sehr unter der Trennung?
Für uns ist es das Wichtigste, das es Julia gut geht. Deswegen verlief unsere Trennung völlig ohne Drama. Julia und ich sind in ein neues Haus gezogen, aber sie wohnt auch oft bei ihrem Vater. Richard und ich telefonieren täglich. Einmal pro Woche haben wir ein Familienessen. Ich bin immer noch in seinem Leben, so wie er in meinem ist. Das wird sich auch nicht ändern, weil wir uns einfach sehr schätzen.

Kennt ihr Ex-Mann Ihren neuen Freund?
Ja. Wir bringen auch Weihnachten miteinander. Richards erste Frau, deren Mann und Kind sind auch dabei. Wir sind eine glückliche Großfamilie.

Sie und Goso Graf von Kageneck waren schon einmal ein Paar... 
...ja, als ich 29 war, waren wir ein paar Monate zusammen. Dann hatten wir 16 Jahre keinen Kontakt. Nach meiner Trennung traf ihn eine Freundin von mir zufällig wieder, irgendwann rief er an. Ich wollte gar keine neue Beziehung – und hatte plötzlich Schmetterlinge im Bauch wie ein Teenager.

Er lebt in Frankfurt. Sie in Los Angeles. Wie oft sehen Sie sich? 
Alle drei, vier Wochen. Mal fliege ich zu ihm, mal kommt er.

Vermissen Sie Deutschland? 
Ich wohne gerne in Amerika, aber ich lebe viel lieber in Deutschland. Mir fehlt drüben der Kulturkreis, das miteinander Umgehen. Ich habe mich immer als Kosmopolit gesehen, aber ich bin Deutsche durch und durch. Ich bin in L.A. geblieben, weil ich möchte, dass Julia ein gutes Verhältnis zu ihrem Vater behält. Sobald sie in vier Jahren aufs College geht, ziehe ich zurück nach Deutschland.

Glauben Sie, dass Goso der Richtige ist?
Es gibt ein Büchlein: „Weisheiten von Taxifahrer“. Darin steht: „Wenn man mit jemanden Neuem zusammenkommt, kennt man schon den Grund, warum man ihn verlassen wird.“ Ich sehe keinen Grund, warum ich Goso verlassen sollte.

Interview: Tanja May