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November 2005

Meine Lieben,

das Jahresende hat uns fast erreicht und wieder sollte eigentlich die Zeit der Besinnlichkeit beginnen. Auch in diesem Jahr musste ich mir meine Zeiten der Ruhe einplanen, um nicht von der allgemeinen Betriebsamkeit mitgerissen zu werden. Recht erfolgreich war ich darin bisher allerdings nicht. Dieses Jahr scheine ich in allem später als üblich dran zu sein. Natürlich kann ich es immer noch auf meinen Umzug von Los Angeles nach Deutschland schieben oder auf das Schreiben eines neues Buches. Und doch weiß ich, dass es an mir liegt. Ich habe es immer noch nicht geschafft, mir stillere Zeiten in die Vorweihnachtszeit zu legen; mich mehr einsinken zu lassen in gemütliche Abende bei Kerzenlicht und vorweihnachtliche Freude auch dann zu genießen, wenn sie nichts mit dem Abhaken von den endlich gefundenen Geschenken auf meiner Weihnachtsliste zu tun haben. Außerdem wollen wir ja auch noch die Welt verbessern, was bei den schmerzlichen Dramen auf der ganzen Welt eine Besinnlichkeit und Entspannung nicht gerade leichter macht.

Am Ende des Jahres schreibe ich gerne zwei Liste oder Briefe. Einmal steht drauf, was ich alles im letzten Jahr gelernt habe und was sich alles verändert hat. Häufig suche ich mir meine Liste vom Vorjahr heraus und vergleiche sie miteinander. Und dann mache ich mir eine Neue. Was wünsche ich mir? Wie stelle ich mir das Jahr vor und dann schicke ich sie mit einem meiner Lieblingsgebete um Mitternacht zu Gott: „Lieber Gott, ich danke dir, dass du meine Wünsche erhörst oder verbesserst“. Die Verbesserungsklausel hat zwei Vorteile: Einmal kann ich mir „besser“ manchmal gar nicht vorstellen und zum anderen weiß ich, dass Gott mir nur die Wünsche erfüllt, die meinem Seelenweg entsprechen. Also werden sie verbessert: Ich bekomme und erlebe dafür etwas anderes.

Einer allerdings wird hoffentlich erfüllt: Ich wünsche Ihnen und mir ein liebevolles und entspanntes Weihnachtsfest. Und weil wir schon beim Wünschen sind: Ich wünsche uns allen sehr viel mehr Toleranz Andersgläubigen gegenüber und mehr Mut, Ehrlichkeit, Herz, Logik, Humor und einen gesunden Menschenverstand. Mögen die angespannten Situationen weltweit sich entspannen, möge die Wahrheit ans Licht kommen und mögen wir die Stärke haben, etwas dazu beizutragen. Ich wünsche uns allen ein tiefes, inniges Verhältnis mit Gott und den Engeln. Bis bald.

Licht und Liebe

Sabrina

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