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Krisen und Chancen

Die Welt verändert sich, mal wieder. Die Zeitungen und Nachrichten sind voll von Bankenskandalen und einem noch nicht überstandenem Drama. Es gibt einen neuen Präsidenten in den USA, der die Hoffnungen dieser Welt weckt. Nicht nur die Autoindustrie warnt vor Einbrüchen und vieles scheint auf eine Krise zuzusteuern. Krisen sind immer Chancen. Und doch entstehen natürlich auch Ängste.

Wo stehen wir in all dieser Angst, die sich da breit machen will? Was wird passieren? Für manche Evangelisten ist das ein weiterer Schritt zum Ende der Welt. Wenn sie zusammenbricht – wovon sie ausgehen - werden sie gerettet werden. Die anderen eben nicht. Manche halten diese Weltwirtschaftskrise für das angekündigte Ende der Zeit, da der Maya Kalender im Dezember 2012 aufhört. Einer meiner Lehrer sagte mir mal – und das hörte sich für mich richtig an: Die Hochkultur der Mayas sprach nicht vom Ende der Zeit, sondern vom Ende der Zeit, wie wir sie kennen. Das klingt doch gleich ganz anders.

Also, was wollen wir verbessern? Es ist immer noch das Gleiche: Für die Welt wünschen wir uns Frieden, Freiheit, Wohlstand und Gerechtigkeit. Unser Finanzsystem funktioniert nicht. Das wissen wir. Es gibt nicht nur in unserem Körper, sondern auch in der Weltwirtschaft Grenzen des Wachstums. Gier ist ungesund. Die Weltgemeinschaft kann es uns nicht leisten, daß 98% aller Geldgeschäfte spekulativ sind. Doch was bedeutet das für uns?

Ich habe vor kurzem Prof. Margrit Kennedy (www.margritkennedy.de) kennengelernt und war sehr beeindruckt von ihren Vorschlägen aus der Wachstumsfalle herauszukommen und Geld neu zu entwerfen. Sie sprach auch sehr logisch von Komplementärwährungen (www.regiogeld.de), die eine spannendes und vor allen Dingen funktionierendes Austauschsystem anbieten. Unsere Finanzmärkte gehen uns etwas an. Denn wenn wir gemeinsam die  Welt neu gestalten wollen, dann hilft es, wenn wir uns damit befassen.

Von uns ist Aufmerksamkeit gefordert. Wir wissen sehr wohl was Aufmerksamkeit ist, denn unser gesamtes spirituelles Training hängt davon ab. Ich hatte früher eine Trennung zwischen meiner inneren und meiner äußeren Welt. Irgendwie passten die nicht zusammen. Innen – in mir – versuchte ich Entspannung und Ruhe hineinzubringen, und ich hatte das Gefühl als ob sie von Außen gelegentlich torpediert wird. Dann erkannte ich, dass mein äußeres Leben untrennbar mit meinem inneren verbunden ist. Und wir alle lernten, dass man Wahrhaftigkeit nicht einfach an der Garderobe abgeben kann, wenn man ins Büro geht. Beruflich wie privat haben wir uns ehrenhaft zu verhalten – und das ist nicht selten eine Herausforderung.

Panik hat noch nie geholfen und wenn wir die Weltwirtschaft betrachten, so mag uns unser „Deutsch-sein“ – ordentlich, sorgfältig, sicherheitsorientiert – plötzlich als gar nicht so schlecht erscheinen. „Augen zu und durch“ ist als Alternative auch äußerst unpraktisch, wie wir schon alle in unserem Leben erfahren durften. Also: Augen auf, aufmerksam sein, sorgfältig überprüfen, was wir wie machen wollen. Wem wollen wir unsere Aufmerksamkeit und unser Geld – das gesparte, wie das was wir täglich ausgeben – geben?

Hier ist unsere Chance: Wir erkennen, dass das Finanzsystem so nicht funktionieren kann, denn es gibt Grenzen im Wachstum, und wir verschieben unseren Fokus auf Nachhaltigkeit. Die offizielle Währung braucht ein funktionierenderes Sicherheitssystem. Wir persönlich können dafür sorgen, dass Regionalwährungen unterstützt werden. Meiner Meinung nach brauchen wir mehr exekutive Macht in den Vereinigten Nationen, damit es Regeln gibt, an die sich alle halten und eingeschritten werden kann – wirklich aktiv eingeschritten werden kann – wenn Gewalt und Gier überhand nehmen. Ich bin gerade dabei, mich bei den regional Währungen umzuschauen. Es gibt genügend Gruppen, die sich gerade zusammenfinden, um gesellschaftliche Veränderungen vorzunehmen. Vielleicht haben Sie Interesse sich einer anzuschließen? Hier können wir das, was wir in den Meditationen und in den Gebeten erfahren haben, umsetzen. Denn schließlich geht es darum, unser Leben zu verändern. Innen wie außen.

Licht und Liebe,

Sabrina Fox

Kommentare

  1. Sabrina Fox schreibt am 28.11.2008 16:04:

    Liebe Manuela,

    vielen Dank für das Geburtstagsbuch.

    Sabrina

  2. Gudrun Jeckelmann schreibt am 15.04.2010 10:35:

    Liebe Frau Fox ich hätte gerne gewusst, ob Ihre Bücher(z.b. Die Seele) auch in französischer Sprache gibt. Wenn dann wo, bitte. Es gefällt mir wie Sie schreiben. Danke. Jeckelmann

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