Sprung zum Inhalt | Sprung zur Navigation

Die stille Zeit

Meine Lieben,

früher muss es wohl wirklich die stille Zeit gewesen sein. Damals, als es noch kein elektrisches Licht gab und man bei Dunkelheit und dem Schein des flackernden Lichtes kaum lange aufbleiben wollte und konnte. Das Land schlief und das Reisen im Winter war noch beschwerlicher als sonst.  Es wurde gerichtet, repariert, aufgeräumt.Und jetzt? Wir nehmen Adventseinladungen an oder geben welche und kaufen ein. Selbst am Sonntag, soll jetzt eingekauft werden. Schade eigentlich. Ich mag die ruhigeren Sonntage und ich weiß es zu schätzen, dass  nicht alles immer auf ist. Selbst in den 16 Jahren USA, in denen man am Sonntag einkaufen kann, tat ich es kaum.

Was ist zu tun, um wieder Stille in die „stille Zeit“ zu bringen?  Geschenke müssen wahrscheinlich anders organisiert werden. Vielleicht ein Los innerhalb der Familie, dass nur jeder ein Geschenk von einem anderen Mitglied bekommt und nicht jeder etwas von jedem. Die Kinder natürlich ausgenommen,  ich will mich ja nicht gänzlich unbeliebt machen. Spenden an Bedürftige, statt den zehnten Schal. Oder eine Familie über Weihnachten adoptieren und ihnen helfen, deren Wünsche zu erfüllen.

Dadurch entsteht Zeit. Zeit, bei der man beim Kerzenschein zusammensitzen kann. Wo waren eigentlich die ganzen Brettspiele? Oder mal eine Woche den Fernseher ausmachen. Und das Internet. Oder einen oder mehrere wirkliche stille Tage einlegen. Also nicht zu sprechen. Am Wochenende vielleicht? Dazu habe ich einen Zettel auf dem steht: „Bitte verzeihen Sie, heute ist mein stiller Tag. Aber ich kann hören und – falls nötig – etwas aufschreiben.“  Wir haben uns so an das ewige Reden gewöhnt. Wir werden aufmerksamer in der Stille.

Aufmerksamer für das, was uns wichtig ist. Die Freude über die Geburt von Jesus, die Heiligkeit dieser Zeit. Wir können Dinge vereinfachen. Weniger, statt mehr zu machen. Auch eine Kunst, die Jesus wahrscheinlich gefallen würde.Ich wünsche uns allen eine warme, stille Zeit.

Frohe Weihnachten,

Sabrina

Kommentare

    Keine Anmerkungen

Einen Kommentar schreiben

Einen Kommentar schreiben

* - Pflichtfelder müssen ausgefüllt werden