Wenn die Seele aufräumt
Meine Lieben,
nicht erst seit Feng Shui (eine chinesische Kunst zur Harmonisierung von Wohnräumen) erahnen wir, wie nützlich es sein kann, wenn wir uns mit Dingen umgeben, die uns gut tun. Der Herbst beginnt und damit auch natürlicherweise eine Umstellung. Nicht nur ins uns selbst, sondern auch in unserem Kleiderschrank. Sind es bei Frauen die hohen Schuhe, die breiten Schürstiefel, das tief dekolletierte Kleid, der züchtige Rollkragenpulli. Sind es bei Männern der edle Anzug, die lässigen Hosen, die schwere Lederjacke. Vom Tattoo bis zu den sorgfältig lackierten Fingernägeln zeigen wir uns selbst und den anderen, wie wir uns sehen und gesehen werden wollen. Häufig tragen wir Sachen aus Gewohnheit und vielleicht ist jetzt ein guter Zeitpunkt, sich in unserem Kleiderschrank umzusehen: Gefällt mir das? Bin ich das noch? Da mag es nützlich sein, Kleidungsstücke, die wir nicht mehr tragen, auf die Seite zu räumen. Vielleicht sogar wegzupacken, um zu sehen, ob sie uns wirklich fehlen würden. Als ich letzte Woche meinen Kleiderschrank umräumte (Wintersachen rein - Sommersachen raus), fiel mir auf, dass ich im Laufe der Jahre sieben (!!) weiße Hosen angesammelt habe. Wer braucht bitte sieben weisse Hosen? Ich bemerkte wie voll mein Kleiderschrank schon wieder ist und wie selten ich wirklich all das anziehe, was ich da habe. Deshalb habe ich mir vorgenommen, im nächsten Jahr nur drei Mal etwas zum Anziehen zu kaufen. Vor Jahren habe ich fast ein ganzes Jahr nichts gekauft. Ich wollte mal sehen, ob das geht. Es geht.Mein Vorschlag zu einer Übung für diese Woche: Auf- und Umräumen des Kleiderschranks. Kleidungsstücke, mit denen wir schmerzliche Erinnerungen verbinden, vielleicht hergeben ... wenn Sie es denn wollen. Das, was Sie nicht brauchen, herzuschenken. Geben Sie sie persönlich ab: An ein Frauenhaus zum Beispiel oder an Freunde oder Menschen, die die Kleidungsstücke brauchen können. Erfreuen Sie sich daran, dass Sie jemand anderem eine Freude machen.Ist das eine spirituelle Übung? Ja, ich denke schon. Wir räumen auf. Und was wir im Äußeren verändern, verändert auch uns und umgekehrt. Wir betrachten, was uns wichtig ist. Wer wir sind. Wer wir sein wollen. Und so eine einfache Aufgabe wie den Kleiderschrank aufzuräumen, mag uns Erstaunliches über uns sagen.
Licht und Liebe,
Sabrina
Kommentare: Wenn Sie Erfahrung mit der jeweiligen Übung gemacht haben, würden wir uns um Kommentare freuen. Denken Sie bitte daran, dass ihr Kommentar möglichst jemand anderem zum Nutzen sein sollte.

Liebe Sabrina, Liebe Leser,
ich bin am 12.9.2007 aus meiner Kur nach 6 Wochen, wieder nach Hause gekommen. Nachdem ich meine Wäsche alle wieder gewaschen und gebügelt hatte...sie in meinen Schrank geräumt habe..habe ich nach Tagen gedacht..meine Güte..ich wußte gar nicht, das ich so viel Sachen habe. Immer wenn ich weggehe habe ich nicht das Richtige. Als ich so meinen Schrank betrachtet habe...bin ich angefangen ihn von vorne bis hinten durchzuforsten...nun habe ich wieder Platz. Ich habe mein Ausräumen nicht auf die Jahreszeit bezogen..eher auf einen Neuanfang nach meiner Kur. Als ich 2003 aus der Reha kam...habe ich mein Wohnzimmer ausgeräumt ....
Ich denke, wenn man etwas verändern möchte, fängt es mit dem Zuhause bereits an. Sobald man anfängt aufzuräumen, sich von Sachen zu trennen, ist Platz für neues. Und sei er nur der neue Platz, den man geschaffen hat.
Alles Liebe schickt Euch Bea
Hallo!
Als ich diesen neuen Text von Sabrina gelesen habe, dachte ich zunächst: Was hat diese Übung mit mir zu tun? Mein Kleiderschrank ist doch sehr "übersichtlich" und sehr aufgeräumt! Das ist doch einfach nicht mein Thema! Da mein Geld sehr begrenzt ist, kaufe ich ca. 4 x im Jahr etwas Neues und überlege mir sehr genau, was ich da kaufe, ob mich diese Jacke, diese Schuhe oder diese Hose wirklich innerlich glücklich macht. Eine kluge Frau soll einmal gesagt haben: "Ich bin zu arm, um mir billige Kleidung zu kaufen." Seitdem ich diesen Ausspruch gehört habe, ist er gleichsam zu meinem Leitspruch geworden. Aber billig ist für mich nicht immer gleichzusetzen mit "finanziell billig". Billig ist alles das, was schnell mal eben gekauft ist, ohne hinzuspüren, ob mir dieses oder jenes wirklich innerlich gut tut. Aber wenn es erforderlich ist, gehe ich eben auch in eine teure Boutique, um genau das richtige eine Stück für mich zu finden. Ich bin eben zu "arm", um das nicht zu tun, und zu "arm", um hinterher aufzuräumen.
Als ich diesen Sommer in dieser mir eigenen Art eben in einer solchen Boutique nach "meiner Jacke" suchte, begegnete ich einer Verkäuferin und einer Kundin, die dort schon vor mir war. Die Verkäuferin lies von der anderen Kundin ab und begann sofort auf mich einzureden, dass doch diese Jeans so süß sei und jener Rock doch so hervorragend an mir aussehen würde.... Ich antwortete ihr, dass ich eben eine Jacke suchte, die diese und jene Eigenschaften habe. Sie könne mir niemals irgendetwas verkaufen, was ich nicht vorhatte zu kaufen. Da schaltete sich die andere Kundin in das Gespräch ein und bemerkte, dass es ihr andauernd passiere, dass sie Dinge kaufe, die sie eigentlich gar nicht haben wollte, und ging dann sehr nachdenklich aus dem Laden...
Irgendwie hat dieses Kleiderschrankthema und das Aufräumen darin wohl doch auch etwas mit mir zu tun. Es ist eine Aufgabe, die uns ständig begleitet und die nicht nebensächlich ist, denn schließlich können wir nicht nackt auf dieser Welt herumrennen und wir stellen uns nach außen dar über diese materiellen Dinge, ob wir das wollen oder nicht.
Liebe Sabrina, liebe Leser,
leider war ich mir immer zu unsicher, was ich ausmisten kann: Es könnte ja mal wieder passen, es gefällt mir, aber andere sagen, dass es mir nicht steht, usw. Geholfen hat mir eine Farbberatung. Danach hat nicht nur das ausmisten Spaß gemacht, ich weiß nun auch, dass ich - egal was ich herausfische - gut gekleidet bin. Bitte jedoch auf Qualität achten. Meine Farbberaterin hat mich z.B. nicht sehen lassen, welche Farbe sie mir grad umhängt...
Das hört sich sehr nach " Mangel" an.Für Kleiderschrank ausmisten bin ich sehr,aber selten Sachen kaufen ist doch ein Mangel.
Wie Innen so Aussen.
Es ist für einen selbst und auch für andere schön,wenn man gut gekleidet ist .
Hallo, liebe Leserinnen und Leser!
Es sind immer mehrere Phasen, in denen sich das Ausmisten vollzieht, finde ich: Erst einmal brauche ich das Feeling, welche neue Sichtweise von mir ich nun habe, wie ich mich fühle und was ich jetzt wirklich schön finde. Dazu bitte ich jeden Morgen meinen Geistführer, dass ich Kleidungsstücke mit einer guten Schwingung kombiniere, die mir und anderen guttun. Ich bin überzeugt davon, dass ich mein Engergiefeld damit beeinflussen kann, welche Farben und welche Muster ich trage. Oft kommt das auch bei anderen, sogar recht bewusst, an: Chaos oder Ordnung, Verspieltheit oder Konzentration usw. Man muss sich einfach entscheiden, aus welchem Grund man wie - auf sich und andere - wirken will.
Gutes Erkennen wünscht euch Gudrun