Ein Abend mit meinem Sohn
... Zu meinem Geburtstag, am 15.11.1999 bekam ich von Gela ein schönes Buch geschenkt. Alle blätterten darin, aber niemand bemerkte die Karte, die darin steckte: Eine Einladung zu einem Abend, im Bürgerhaus Bornheim, am Montag den 29.11.1999: "mit Engeln, "Fee" und Sabrina Fox".
Nachdem ich die Einladung gefunden hatte, rief ich, nachdem ich mich voll Begeisterung bei Gela bedankt hatte, meine Mutti an und erzählte ihr davon: "Mutti, stell Dir vor: Ich habe noch ein Geburtstagsgeschenk gefunden! ... Das ist doch die, die diese lustigen Engelerlebnisse geschrieben hat. Das wäre ja auch ein Geschenk für Dich! ..." Da wir nicht wussten, welche Organisation Gela bemüht hatte, um dort Karten für diesen Abend zu bestellen, rief meine Mutti ein paar Tage später beim Bürgerhaus Bornheim an, um sich zu erkundigen. Leider wusste im Bürgerhaus Bornheim aber niemand etwas von einer "Engelveranstaltung" (...es gäbe da noch am 29. die Weihnachtsfeier der Stadtwerke Frankfurt...) "Komisch" dachten wir und so rief ich schließlich bei Gela an.
Es war Freitag Nachmittag, 2 Tage vor der Veranstaltung, als Gela beim Frankfurter Ring anrief, um nach weiteren Karten zu fragen und dort unter anderem verkündete, dass man im Bürgerhaus Bornheim nichts von Sabrina Fox und ihrer Veranstaltung wüsste. Unabhängig davon rief Mutti ca. eine Stunde später beim Frankfurter Ring an, um sich ebenfalls zu erkundigen, und sie bekam irgendwie überhaupt keine sinnvolle Auskunft mehr bekam: "...doch, doch, es findet auf jeden Fall statt, wir wissen nur noch nicht wo...." Was wohl passiert wäre,wenn Gela nicht angerufen oder Mutti nicht so unbedingt mitkommen wollte...?
Am Montag erfuhren wir dann, dass der Abend mit Sabrina Fox in einem kleinen Raum der Josefskirche stattfinden wird. Das freute uns nun aber sehr, denn wir verbinden sehr viel mit dieser Kirche: Mein Großvater ging dort regelmäßig zur Messe (einer der Familie musste ihn ja auch immer fahren), meine Eltern heirateten dort, wir waren als Kinder dort in der Jungschar, ich wurde dort getauft, mein Sohn Dennis auch, ich erlebte dort meine hlg. Kommunion, (allerdings noch bei einem sehr gnadenlosen Pfarrer) und es ist auch die Kirche, in der ich dank des neuen Pfarrers zum ersten Mal in meinem Leben an Gottesdiensten und Messen teilnehme, sooft ich es mit meinen Kindern einrichten kann (sie wollen nämlich nicht immer). Und dort sollte ich nun auch mit Sabrina Fox die Engel treffen - wie schön!
Ich fragte Dennis, meinen 13jährigen Sohn, ob er am Abend mitkommen möchte, aber er winkte nur kurz ab: "Nö!" und verschwand in seinem Zimmer. "Schade, ich hätte Dich gerne dabeigehabt!" antwortete ich und freute mich sehr, als er gegen Abend zu mir kam und mich fragte, ob er denn nicht doch mitkommen könnte... Ich weiß nicht wie, aber irgendwie erhielten wir (Gela, Mutti, Renate Dennis und ich) alle noch eine Eintrittskarte.
Da der kleine Raum der Kirche zu klein für die vielen Teilnehmer war, gaben Dennis, Gela und ich sehr schnell unsere Sitzplätze auf und setzten uns auf den Fußboden. Dennis wurde sogleich von Sabrina angesprochen, wie er denn hieße - na ja, und seine "lebenslustige" Mutter war ihm mal wieder "extrem peinlich". Ich hatte sehr viel Freude an Sabrinas Geschichten und konnte mich in sehr vielen Situationen wiederfinden - ach, hätte man doch nur immer solch einen Humor, um über sich selbst zu lachen! In der Pause ging ich mit Dennis los, etwas zu trinken organisieren und sagte unterwegs zu ihm: "Das ist wirklich eine tolle Person!" "Ja", sagte Dennis "die müsste man mal kennenlernen!" "Naja", antwortete ich ihm, "da Du ja bereits mit ihr per-Du bist, hast Du ja die besten Chancen." Nach der Pause machten wir eine Engel-Meditation und ich war mal wieder sehr stolz über Dennis, dass er "so etwas" mitmacht. Hinterher gab Sabrina Autogramme in Bücher und gab Umarmungen aus. Auch ich kaufte mir ein Buch stellte mich aber nicht gleich in die Schlange der Wartenden, was Dennis ganz nervös machte: "Laß« Dir doch auch etwas hineinschreiben!" "Nein, ich möchte jetzt noch nicht." antwortete ich ihm, "Laß« Du doch etwas hineinschreiben." Das war ihm aber wieder zu peinlich... Da beugte sich Sabrina von ihrem Tisch hervor - sie hatte es gehört, obwohl wir nicht gerade nahe bei ihr standen: "Dennis, ich schreibe Dir gerne etwas in Dein Buch, wenn ich darf." und sie rief ihn direkt zu sich an den Tisch. Sie war sich wohl nicht ganz sicher, ob er auch gerne eine Umarmung hätte und sprach das auch aus, aber Dennis wollte (!) und war super-stolz und glücklich. Da die Widmung im Buch persönlich an Dennis ging, kaufte ich mir ein Neues. Es war ein wunderschöner Abend, ich fühlte mich leicht und glücklich, und vollkommen erfüllt gingen Dennis und ich später nach Hause. Dennis legte sich sofort ins Bett und tat etwas sehr, sehr seltenes: Er begann zu lesen!
Liebe Grüße
Andrea