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Ich ziehe mich total zurück.
Meine Lieben, ich bin 19 Jahre jung und ziehe mich total zurück. Ich merke, dass da eine Angst in mir ist. Diese Angst, kommt oftmals auch am Morgen hoch, wenn ich mich zur Arbeit fertig mache. Da ist eine Angst vor den Menschen, vor dem Gegenübertreten. Ich denke die Angst, kommt von meinem früheren Ausbildungsort, wo mich eine Angestellte sehr gemoppt hat. Ich hab nur immer gedacht, dass ich das verarbeitet habe. Wie kann ich diese ängste loswerden, man fühlt sich so hilflos wenn sie hochkommen und das Selbstvertrauen ist dann verflogen. Danke für eure Hilfe!!!
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Antwort: Mein Engel, was erwartest Du von Deinen Mitmenschen?
Mein Engel, was erwartest Du von Deinen Mitmenschen? Oftmals erwarten wir Akzeptanz, Liebe, Verstaendnis und Grosszuegigkeit und sind dann entsetzt wenn wir es nicht bekommen. Manche Leute moegen uns und manche nicht. Oftmals moegen wir uns selber nicht oder trauen uns nichts zu oder fuehlen uns nur dann gut, wenn uns auch die anderen akzeptieren. Und das ist, so glaube ich, die Herausforderung in diesem Leben. So wahrhaftig zu leben, dass wir selber die beste Person sein koennen, zu der wir faehig sind. Und dann ist es "egal" was die anderen von uns denken. Denn wir wissen, was wir selber von uns denken ... Ich bin sicher dass Du in Dir selber weisst, was der Grund fuer dieses "komische Gefuehl" am Morgen ist ... und ich bin auch sicher, dass Du es herausfindest. Ich umarme Dich
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Antwort: Hallo Du, ich weiß genau was zur Zeit mit Dir passiert...
Hallo Du, ich weiß genau was zur Zeit mit Dir passiert, denn mir ging es vor ca. 3 Jahren ähnlich: nach einigen Monaten der Arbeitslosigkeit hatte ich nun einen neuen Job. Ich erinnere mich noch heute wie komisch meine Reaktion war, als mir mitgeteilt wurde, dass ich die Stelle habe - nicht Freude war das Gefühl sondern ich habe geweint...(heute glaube ich, dass das schon ein Zeichen war). Natürlich ist man am Anfang unsicher: die neue Aufgabe, die neuen Kollegen, der neue Chef. Aber meine Unsicherheit blieb und steigerte sich von Tag zu Tag: ich wurde immer nervöser, versuchte, jede freie Minute (Stichwort Mittagspause) nicht dort zu verbringen. Ich weinte viel in der Zeit. War ich endlich zu Hause, überlegte ich die ganze Zeit, was ich tagsüber so getan hatte und ob ich vielleicht nicht irgendwo einen Fehler gemacht hatte, der mir am nächsten Morgen vorgehalten wird. Ich hatte das Gefühl, dass mein ganzer Körper sich dagegen wehrt. So ging es nicht mehr weiter. Also kündigte ich die Stelle und fing an, mit 25 Jahren zu studieren! Inzwischen habe ich das Studium abgebrochen und arbeite wieder, aber diese Erfahrung war gut. Denn hätte ich das nicht erlebt, hätte ich nie den Mut gehabt, ein Studium anzufangen und würde mich später oft fragen, was wäre wenn. Was ich damit sagen will ist: Höre auf Deinen Körper. Was will er Dir sagen? Wünschst Du Dir insgeheim etwas anderes zu tun, nur die Vernunft spricht dagegen (bei mir war es letztendlich: Soll ich etwa nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung noch einmal was neues anfgangen?!) Ach weißt Du was? Als ich von diesem Chef mein Zeugnis bekommen habe musste ich feststellen, dass ich noch nie so ein positives Zeugnis erhalten habe. Ich wurde in den höchsten Tönen gelobt! Ist das nicht komisch? Ich habe immer gezweifelt an mir und meinen Fähigkeiten, und dann so etwas...) Ich hoffe, dass ich Dir mit meiner Geschichte ein bißchen Mut gemacht habe. Versuche aus dieser Situation zu lernen (ich weiß, das hört sich blöd an), aber danach wirst Du umso stärker sein... Ich wünsche Dir viel Glück und Kraft - Du schaffst das!
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